Leiden Sie unter ständig wiederkehrenden Scheideninfektionen?
 
Scheideninfektionen sind einer der häufigsten Gründe für den Besuch beim Frauenarzt. Nahezu jede Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben davon betroffen.
 
Die Infektion äußert sich mit: Juckreiz und Brennen im Intimbereich, ev. sogar mit Schmerzen und häufig auch mit unangenehm riechendem Ausfluss.
Normalerweise kann man solch eine Infektion mit kurzzeitiger medikamentöser Behandlung wieder in den Griff bekommen.
 
Leider gibt es aber viele Frauen, bei denen diese Beschwerden immer wieder auftreten.
In diesem Fall liegt meist eine Störung des normalen Scheidenmilieus vor.
In der gesunden Scheide sorgen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) für ein saures Milieu, in dem sich krankmachende Keime kaum vermehren können. Fehlen diese Milchsäurebakterien, dann ist die natürliche Abwehrfunktion gestört und es kann zur Vermehrung von Krankheitserregern kommen.
Ursächlich sind häufig eine vorausgegangene Antibiotikatherapie oder übertriebene Genitalhygiene. Scheidenspülungen oder Seifenanwendungen können die Schutzfunktion massiv beeinträchtigen.
 
Um die Abwehrkräfte der Scheide zu steigern oder wiederherzustellen, gibt es eine Immunisierungstherapie. Hierbei wird dreimal innerhalb eines Monats im Abstand von zwei Wochen eine Spritze in den Oberarm verabreicht. Diese enthält abgetötete Milchsäurebakterien von acht verschiedenen Stämmen und sorgt dafür, dass sich im Scheidensekret wieder die Antikörper bilden, die die Krankheitserreger bekämpfen.
Dadurch sinkt das Risiko für weitere Scheideninfektionen erheblich. Nach einer Auffrischung im Abstand von 6-12 Monaten hält der Schutz oft mehrere Jahre.
 
Wenn Sie an einer Immunisierung interessiert sind oder weitere Fragen haben, wir beraten Sie gerne.

Was Sie sonst noch tun können:
  • Waschen Sie sich im Intimbereich einmal täglich mit klarem Wasser, am besten mit der bloßen Hand oder der Handbrause. Falls Sie Waschlappen verwenden möchten, sollten Sie Einmalprodukte bevorzugen.
  • Verwenden Sie die Handtücher für den Genitalbereich nur einmal und waschen Sie sie anschließend bei mindestens 60°.
  • Seifen, Waschlotionen und Scheidenspülungen stören das Schutzmilieu der Scheide und sollten nicht verwendet werden.
  • Wechseln Sie täglich Ihre Unterwäsche und bevorzugen Sie bei 60° waschbare Baumwollunterwäsche. Synthetikwäsche ist nicht atmungsaktiv, das darunter entstehende feucht-warme Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Verwenden Sie nur bei Bedarf luftdurchlässige Slipeinlagen.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und versuchen Sie Stress abzubauen. Ein starkes Immunsystem ist nicht so anfällig gegenüber Krankheitserregern.

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